Außerirdische Intelligenz - Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz

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Außerirdische Intelligenz

Seit mehreren Jahrzehnten horchen SETI-Forscher (Search for ExtraTerrestrial Intelligence) nach intelligenten Signalen aus dem All. Vorreiter sind die Amerikaner, die im Jahr 1977 das berühmte Wow-Signal empfangen haben, dessen Herkunft bis zum heutigen Tage Anlass zu Spekulationen gibt. Erst kürzlich ist die SETI-Forschung durch das mit einer 100-Millionen-Dollar-Spende bezuschusste Projekt "Breakthrough Listen" wieder in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Ob aber tatsächlich das Empfangen künstlicher Signale die erfolgsversprechendste Methode ist, die Existenz einer außerirdischen Intelligenz nachzuweisen, wird von einer wachsenden Zahl von Forschern bezweifelt. Im Rahmen der zweiten Tagung des Forschungsnetzwerks Extraterrestrische Intelligenz beschäftigen sich Wissenschaftler und Sachbuchautoren mit der Frage, ob die Suche nach extraterrestrischen Artefakten (SETA) eine aussichtsreiche Suchstrategie darstellen könnte.

Zu den Referenten zählen u.a. der Soziologe Andreas Anston und Prof. Hakan Kayal von der Universität Würzburg. Den Auftakt mach der Schweizer Astrobiologe Hansjürg Geiger, der zunächst die Frage nach den Bedingungen für die Enstehung von Leben im Kosmos beleuchtet. Die Tagung findet im Rahmen der 33. Internationalen Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg statt. Die Vorträge sind öffentlich und Besucher herzlich willkommen. Hier geht es zum Anmeldeformular.

Programm am 17. November

10.00 - 11.00 Uhr:

Dr. Hansjürg Geiger: Heiße Spuren bei der Fahndung nach dem Ursprung des Lebens

11.00 - 12.00 Uhr:

Andreas Anton: SETA statt SETI?

12.00 - 13.30 Uhr:

Mittagspause

13.30 - 14.30 Uhr:

Bernd Pröschold: Das Hessdalen-Phänomen. Eine atmosphärische Anomalie in Norwegen

14.30 - 15.30 Uhr:

Dr. Karlheinz Steinmüller: Die Suche nach dem Wunderbaren. Außerirdische Artefakte in der Science Fiction

15.30 - 16.00 Uhr:

Kaffeepause

16.00 - 17.00 Uhr:

Prof. Dr. Hakan Kayal: Hyper-SETI

17.00 - 18.00 Uhr:

Abschließende Podiumsdiskussion

Veranstaltungsort

Hochschule Neubrandenburg

Brodaer Straße 2

17033 Neubrandenburg

Juli 2017 - Bei einem Arbeitstreffen in Freiburg haben die Mitglieder des Forschungsnetzwerks über Suchstrategien nach einer außerirdischen Intelligenz und die Folgen ihrer Entdeckung diskutiert. Den Auftakt machte Michael Schetsche mit einem Impulsvortrag zum Thema Künstliche Intelligenz. Anhand der Thesen des Philosophen Nick Bostroms legte er dar, welche Gefahren von der Erschaffung einer Maschinenintelligenz ausgehen könnten und entwickelte die These, dass uns eine außerirdische Intelligenz in Form einer technischen Sekundärzivilisation begegnen könnte.

In weiteren Impulsvorträgen beschäftigten sich Andreas Anton und Hakan Kayal mit der Suche nach außerirdischen Artefakten (SETA) im Sonnensystem. Interessante Orte für die Suche wären z.B. die Lagrange-Punkte, an denen sich künstliche Himmelskörper aufhalten könnten, ohne Energie zu verbrauchen, oder die Mondoberfläche. Optische Überwachungssysteme, mit denen Phänomene wie Meteore und Sprites untersucht werden, könnten evtl. auch Hinweise auf bislang unerforschte Anomalien liefern.

April 2017 - Menschen sind harmoniebedürftig. Und Wissenschaftler sind keine Ausnahme von dieser Regel. Schon seit Jahrtausenden gehen sie davon aus, dass unser Kosmos auf wundersame Weise geordnet ist. Und auch in der modernen Teilchenphysik finden sich Hinweise auf verborgene Harmonien. So manches Mal haben sich die Annahmen den Gelehrten allerdings als reine Wunschvorstellung erwiesen. In seinem soeben erschienen Sachbuch "Die Harmonie des Universums" nimmt der Astronom Dieter Herrmann die Wissenschaftsgeschichte unter die Lupe und erzählt anhand von zahlreichen Beispielen von wundersamen Harmonien und herben Enttäuschungen (zur Verlagsseite).

Es gehört zu den Begleiterscheinungen der Wissenschaftsgeschichte, dass besonders phantastische Hypothesen besonders heftig von der Fachwelt kritisiert werden. Immer dann, wenn es um Grundsatzfragen geht, wird die Wissenschaft zu einem Schauplatz menschlicher Hoffnungen, Utopien und Eitelkeiten. Dies betrifft nicht zuletzt auch die Frage nach außerirdischer Intelligenz.

Der FEI-Mitbegründer und Publizist Daniel Gerritzen hat sein neues Sachbuch „Erstkontakt – Warum wir uns auf Außerirdische vorbereiten müssen" veröffentlicht. Es ist im Kosmos Verlag erschienen. In dem Buch geht Gerritzen der Frage nach, was geschehen würde, wenn SETI oder SETA ein Radiosignal bzw. Artefakt von einer außerirdischen Zivilisation entdeckt.

Wird es zu einer weltweiten Panik kommen, wie es ansatzweise im Oktober 1938 nach der berühmten Hörspielsendung von „Krieg der Welten
" an der Ostküste der USA und später auch auf dramatischere Weise in den 1950er-1980er Jahren in Südamerika und Europa geschah? Wie reagieren die Medien, wie die Weltreligionen? Diese und weitere Fragen untersucht Gerritzen u.a. anhand von aktuellen Studien aus Kultur- und Naturwissenschaften.

Mit einem Vorwort von Karl Olsberg und einem Nachwort von Prof. Dr. Michael Schetsche.
Franckh Kosmos Verlag, 368 Seiten, 20 Abbildungen, ISBN 978-3440148716, 25 Euro.

Menschen und Außerirdische
Erste Tagung des Netzwerkes Extraterrestrische Intelligenz und des Forums Space3000

Wie wahrscheinlich ist es, dass an anderen Orten im Universum intelligentes Leben entstanden ist? Wären Menschen überhaupt in der Lage, Hinweise auf außerirdische Intelligenzen als solche zu erkennen? Und was wären die Folgen eines möglichen Kontaktes?  Diese und ähnliche Fragen diskutieren Wissenschaftler und Sachbuchautoren am 18. November in Neubrandenburg. Zu den Referenten zählen u.a. der Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas und Prof. Dieter Herrmann, der ehemalige Leiter der Beliner Archenoldsternwarte. Die Tagung findet im Rahmen der 32. Internationalen Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg statt. Die Vorträge sind öffentlich und Besucher herzlich willkommen. Hier geht es zum Anmeldeformular.

Programm am 18. November

10.00 - 11.00 Uhr:

Prof. Dr. Rainer Schimming: Die Exzentrizität des Menschen

11.00 - 12.00 Uhr:

Dr. Karlheinz Steinmüller: AI aus der Perspektive der Zukunftsforschung

12.00 - 13.30 Uhr:

Mittagspause

13.30 - 14.30 Uhr:

Prof. Dr. Dieter Herrmann: Exoplaneten, kosmischer Wasserkreislauf, präbiotische Moleküle. Eine Bestandsaufnahme

14.30 - 15.30 Uhr:

Dr. Hansjürg Geiger: Die Entstehung von Leben und Intelligenz

15.30 - 16.00 Uhr:

Kaffeepause

16.00 - 17.00 Uhr:

Dr. Karsten Kruschel: Szenarien des Erstkontaktes in der Science Fiction Literatur

17.00 - 18.00 Uhr:

Rüdiger Vaas: Alien Contact: Warum wir noch keinen Besuch aus dem All erhielten – und das auch besser so ist

18.00 - 18.15 Uhr:

Pause

18.15 - 19.00 Uhr:

Abschließende Podiumsdiskussion

Veranstaltungsort

Hochschule Neubrandenburg

Brodaer Straße 2

17033 Neubrandenburg

Bis Ende 2017 wird unter Leitung von Prof. Dr. Michael Schetsche am Institut für Grenzgebiete der Psychologie (IGPP Freiburg) ein Forschungsprojekt zum Thema Folgen asymmetrischer Kulturkontakte – futurologische Überlegungen zum Kontakt der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation" durchgeführt. Das Projekt soll erstmals systematisch das Wissen über asymmetrische Kulturkontakte auf der Erde in den Blick nehmen und daraus Folgerungen für den hypothetischen Fall eines Kontaktes der Menschheit mit einer außerirdischen Intelligenz abzuleiten versuchen.

Ausgangspunkte des Projekts sind theoretische Überlegungen zur Interspezies-Kommunikation und historische Studien zu Formen und Folgen des Kulturkontakts zwischen irdischen Zivilisationen. Aus futurologischer Perspektive handelt es sich bei einem solchen Kontakt um ein “Wild Card-Ereignis
", dessen Eintreten zwar als eher unwahrscheinlich gilt, das im Falle des Falles jedoch extrem starke Auswirkungen auf die Entwicklung der gesamten Menschheit zeitigen dürfte – was eine wissenschaftliche fundierte Folgenabschätzung sinnvoll erscheinen lässt.

Das Projekt bietet Forschungspraktika für Studierende der Anthropologie, Ethnologie, Soziologie und benachbarter Disziplinen an, die sich für die Frage des Kontaktes zwischen unterschiedlich entwickelten Zivilisationen interessieren. Anfragen per Email an: schetsche@igpp.de

Kommunikation mit Außerirdischen als Seminarthema

April 2016 - Studierende an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beschäftigen sich im Sommersemester 2016 mit Möglichkeiten und Grenzen der Kommunikation mit außerirdischer Intelligenz. Das Seminar „Der maximal Fremde – zum Umgang mit nichtmenschlichen Akteuren" unter Leitung von Prof. Dr. Michael Schetsche wird der Frage nachgehen, ob und wie sich Menschen mit nichtmenschlichen Akteuren, wie z.B. Robotern, verständigen können.

Im Mittelpunkt werden dabei handlungstheoretische und handlungspraktische Fragen stehen: Welche Kommunikationskanäle stehen überhaupt zur Verfügung? Welche Bedeutung haben unterschiedliche Wahrnehmungsräume? Sind gemeinsame kognitive Schemata denkbar und realisierbar? Was wird vom Gegenüber jeweils erwartet? Aber auch: Welche Missverständnisse sind möglich – welche sogar wahrscheinlich? Da die Kommunikation mit Außerirdischen aktuell noch hypothetischen Charakter hat, werden einerseits die Kontaktszenarien der Science-Fiction und andererseits die Vorannahmen der SETI-Forschung als Ausgangspunkt der Diskussionen dienen.

Freiburger Forscher warnt vor Kontakt mit Außerirdischen

September 2015 - Seit mehreren Jahrzehnten suchen Wissenschaftler im Rahmen von SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) nach intelligenten Botschaften aus den Weiten des Alls. In einem Interview mit der Mittelbadischen Presse hat sich der Freiburger Soziologe Michael Schetsche nun besorgt über die möglichen Folgen eines solchen Kontaktes geäußert. So wäre es durchaus denkbar, dass wir in unserem eigenen Sonnensystem auf Hinterlassenschaften einer außerirdischen Intelligenz stoßen könnten.

Für unser Selbstverständnis hätte ein solcher Fund laut Schetsche dramatische Auswirkungen:
Die Soziologie nennt so etwas einen asymmetrischen Kulturkontakt [...] Wir haben Berichte von den Großen Antillen, wo sich Menschen nach der Ankunft der Europäer in großer Zahl umgebracht haben, weil ihr Weltbild zerstört wurde." Unabhängig davon, ob wir nur ein Signal empfangen oder gar ein außerirdisches Artefakt finden würden, hält Schetsche die Menschheit für schlecht vorbereitet. Eine Forschergruppe könnte eine solche Entdeckung schnell publik machen, ohne Rücksicht auf die möglichen Konsequenzen zu nehmen.

31. Tage der Raumfahrt vom 11. bis 15. November

August 2015 - Vom 11. bis zum 15. November finden in Neubrandenburg die Tage der Raumfahrt" statt. Die Besucher können sich auf zahlreichen Fachvorträge zu Raumfahrtsthemen freuen. Traditionell werfen die Referenten auch einen Blick über den Tellerrand und beschäftigen sich mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz im Kosmos.

Tagung "Die Evolution des Kosmos"

Juni 2015 - Die Freie Akademie lädt zu ihrer Tagung im Jahr 2015 in das Pentahotel Berlin-Potsdam in Teltow zum Thema "Die Evolution des Kosmos. Fakten - Vermutungen - Rätsel" herzlich ein. Sie wird sich der Entwicklungsgeschichte des Weltganzen zuwenden. Sie bettet damit solche Fragen wie "Die Suche nach dem Ursprung des Universums?", "Woher kommen wir Menschen?", "Was wissen wir heute sicher und was bleibt Spekulation?" in den Gesamtzusammenhang menschlichen Fragens und Suchens seit den Anfängen des wissenschaftlichen Denkens ein. Der Fokus der Tagung richtet sich aber vor allem auf die aktuellen großen Probleme der Kosmogonie, die bisher alle nur unvollständig gelöst sind. Zum Tagungsflyer

 
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